na endlich; es ist heiß und der Schubladenartikel kann erscheinen. Danke SPON, dass Ihr das Thema Hyperhidrose bekannter macht, denn die Betroffenen leiden wirklich. Aber eben nicht nur wenn es heiß ist. Denn - anders als es hier dargestellt wird - ist Hyperhidrose gar kein dermatologisches Problem, sondern in den meisten Fällen ein neurologisches. Die Betroffenen haben eine veränderte Dynamik in der Nervenregulation der Schweißdrüsen. Und die ist eben doch meistens angeboren, heißt erblich. Keinesfalls will ich hier dermatologische Kollegen schelten, denn sie sind in der Regel die wichtige erste Anlaufstelle schwitzender Patientinnen und Patienten. Aber ein bisschen mehr Kenntnis der physiologischen Zusammenhänge ist wichtig, besonders wenn es um die richtigen Behandlungsverfahren geht (zum Beispiel wenn das 12 Jahre alte Laserverfahren hervorgeholt wird, das eigentlich "um die Ecke" ist, aber neue Verfahren wie die Radiofrequenz-Thermotherapie RFTT nicht erwähnt werden. Und dass OPs die letzte Option sind ist klar, dennoch sind sie eben eine Option). Daher an alle Betroffenen: finden sie sich nicht mit ihrem Schwitzen ab. Suchen Sie Ihre Hausärzte, Dermatologen, Neurologen, Gynäkologen und Chirurgen auf und „nerven“ sie sie. Dann lernen alle was dazu und können zukünftig fast einer Million Betroffenen in Deutschland besser helfen. HG Dr. Schick